Meerwasser Filter

Meerwasseraquarien haben andere Ansprüche an den Filter als Süßwasseraquarien. In Süßwasseraquarien werden im Filter über biologische Prozesse Nitrate in Nitrit umgebaut. Dies ist in Meerwasseraquarien nicht erwünscht. Hier beschränkt man sich im Aquariumfilter auf eine rein mechanische Filtrierung des Wassers. Im Meerwasseraquarium übernehmen der Aquariumgrund und sogenannte lebende Steine den Schadstoffabbau. Ein eigener Meerwasser-Filter wird nicht eingesetzt.

Gängige Filter für Meerwasser sind oft in den Strömungspumpen integriert. Wichtiger als Filter sind im Meerwasseraquarien andere Systeme. Kalkreaktoren sorgen für einen gleichbleibenden Calciumgehalt des Wassers und Eiweißabschäumer sorgen dafür das Schmutzstoffe aus dem Wasser entfernt werden. Eiweißabschäumer werden auch in der Süßwasseraquaristik und bei Koiteichen eingesetzt, sind aber im Meerwasser deutlich effektiver. Für die Füllwasseraufbereitung werden Osmosesysteme die mit der Umkehrosmose-Methode das Leitungswasser reinigen. Durch Zugabe von Meersalzmischungen wird dann das Aquariumwasser hergestellt. Natürliches Meerwasser ist eine Lösung von Ionen und Salzen. Neben Kochsalz finden sich noch Magnesiumsulfat, Magnesiumchlorid, Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat und viele Spurenelemente.

Die in der Meerwasseraquaristik eingesetzten Filtermethoden wie Berliner System, Jaubert-System oder Deep Sand Bed lehnen sich eher an die natürlichen Vorbilder an. Sie versuchen die Abbauprozesse der natürlichen Riffe nachzubilden. Dafür werden entweder lebende Steine aus Riffen, die die komplette Biologie lebend beinhalten, eingesetzt oder es werden Sande im wie im Deep Sand Bed eingesetzt die eine Nitrifikation und anschließende Denitrifikation zum Abbau der Schadstoffe erzielen. Allerdings werden so nicht alle Schadstoffe entfernt und es müssen regelmäßig Teilwasserwechsel gemacht werden um alle Stoffe die über die Biologie des Aquariums nicht abgebaut werden zu verdünnen.

Wichtig für die biologischen Prozesse im Meerwasseraquarium ist die Beleuchtung. Gerade Korallen, die sich in den meisten Meerwasseraquarien gehalten werden, brauchen für ihre Ernährung ausreichend Licht. Einige Korallenarten brauchen allerdings abgedunkelte Bereiche. Die Beleuchtung muss genau auf die jeweiligen Bedürfnisse der Lebewesen im Aquarium abgestimmt sein. Heute kommen meist HQI-Lampen zum Einsatz. Diese Halogenmetalldampflampen erzeugen allerdings viel Abwärme, was gerade im Sommer zu Temperaturproblemen führen kann. Für fast alle Korallenarten ist eine Wassertemperatur von mehr als 29° tödlich. Auch wenn diese nur kurzzeitig überschritten wird.

In unserem Aquaristikshop finden sich neben Aquarien, Filtern und Pumpen auch alle anderen Materialien die für den Bau eines Meerwasseraquariums nötig sind.

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